2010 hat die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) damit begonnen, ihre Wissensbasis bestehend aus bibliographischen Daten und den Normdaten als...
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2010 hat die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) damit begonnen, ihre Wissensbasis bestehend aus bibliographischen Daten und den Normdaten als Linked Data zu publizieren. Vor allem Normdaten bilden für die Erschließungsarbeit in Gedächtniseinrichtungen wie Museen, Archiven und Bibliotheken schon jetzt eine wichtige Basis. Ziel der DNB ist es jetzt, mit der Publikation der Daten als Tripel eine direkte Nutzung der gesamten nationalbibliografischen Daten und der Normdaten durch die Semantic-Web-Community zu ermöglichen und damit neue Nutzungsgruppen anzusprechen. Auf diese Weise eröffnen sich auch neue Wege der kooperativen Datennutzung: Durch die Verlinkung mit externen Datensets aus anderen Domänen gewinnen die bibliografischen Daten an Kontext und damit an Relevanz im World Wide Web, umgekehrt bieten externe Datensets das Potential, die eigenen Dienstleistungen zu verbessern und auszubauen.
Diese sichtbaren Schritte sind aber nur ein Glied in einer Kette anderer Aktivitäten, deren Nährboden Technologien und Werkzeuge aus dem Umfeld des Semantic Web sind. Dies gilt in besonderem Maße für den Usecase CONTENTUS im Rahmen der THESEUS-Förderinitiative, aber auch für eine Reihe weiterer Projekte und Vorhaben, die der semantischen Anreicherung und Verlinkung von Daten ebenso dienen wie ihrer adäquaten (stabilen) Bereitstellung und Nutzung in neuen Suchumgebungen. In den Blick kommt so eine neue, kooperativ getragene Dimension der Informationsaggregation, -integration und -bereitstellung. Langfristiges Ziel ist es, Bibliotheken und andere kulturelle Einrichtungen als ein verlässliches Rückgrat des Webs der Daten zu etablieren. Der Beitrag stellt strategische Überlegungen, konkrete Planungen und Aktivitäten der DNB vor.