Schulbank in die Wissenschaft. Einsatz der Virtuellen Arbeits und Forschungsumgebung von Edumeres.net in der internationalen Bildungsmedienforschung
Sylvia Brink / Christian Frey / Andreas L. Fuchs / Roderich Henrÿ / Kathleen Reiß, Robert Strötgen (Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung)
ABSTRACT
Bildungsmedienforschung ist ein Disziplinen und Ländergrenzen übergreifendes Forschungsfeld, dessen Arbeit sich an der Schnittstelle von Wissenschaft, Bildungspolitik und Praxis bewegt. Ein so heterogen ausgerichtetes Forschungsgebiet erfordert für kollaboratives Forschen und Arbeiten eine Infrastruktur, die durch Konferenzen und traditionelle Formen der Kommunikation nur teilweise abgedeckt werden kann.
Aus dieser Situation heraus entwickelt und erprobt das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig mit Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine virtuelle Arbeits- und Forschungsumgebung. Diese wird ab dem Sommer 2010 als elementarer und wichtigster Baustein im Informations- und Kommunikationsportal zur Bildungsmedienforschung „Edumeres.net" der wissenschaftlichen Community zugänglich sein.
Das Konzept dieser Forschungsumgebung sieht dabei vor, den Wissenschaftlern zwei Module an die Hand zu geben: ein Community-Modul zur Vernetzung der Teilnehmer und deren Kommunikation untereinander sowie ein Projekt-Modul, in dem einzelne Nutzer-Gruppen gemeinsam, von der Themenfindung, über die Arbeit an Dokumenten, hin zur elektronischen Veröffentlichung und Langzeitarchivierung tätig sind.
Jeder Projektgruppe steht dabei ein Mitglied des Redaktionsteams von Edumeres.net beratend zur Seite. Diese begleitende Projektarbeit dient insbesondere der Etablierung der virtuellen Arbeits- und Forschungsumgebung in den beteiligten Disziplinen. Die aus der Zusammenarbeit von Redaktion und Nutzern gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die fortlaufende Weiterentwicklung ein.
An Hand von Fallbeispielen aus dem Fachkontext der Bildungsmedienforschung soll dieser Prozess kollaborativer Wissensgenerierung konkret dar- und der bisherigen Praxis gegenübergestellt werden.
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